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Programme

Neben meiner Freude am Standardrepertoire für Cembalo wie Bachs Goldberg-Variationen, Toccaten, Suiten, beiden Bänden des “Wohltemperierten Claviers” oder Komponistenportraits quer durch alle Stile bin ich immer auf der Suche nach neuen Programmideen, die Bekanntes neu aufmischen und Gegensätzliches in Beziehung zueinander stellen.

Die zwei folgenden Programme sind Beispiele für diese Art der Konzipierung:

Italia!

Italienische Musik hat Musiker und Komponisten aus ganz Europa über die Jahrhunderte fasziniert. Dieses Programm widmet sich der Musik des siebzehnten Jahrhunderts, einer stilistisch besonders reichen Epoche. Der Stilwandel von Polyphonie zum „stile nuovo“ schuf eine Spannung zwischen radikal modernen und konservativen Komponisten und führte zu einer immensen Vielfalt in der Literatur der Zeit.
Im Programm ITALIA! wird versucht, diese Vielfalt anhand der Werke von Komponisten wie Frescobaldi, Radino, Picchi, Michelangelo Rossi, Storace und Pasquini zu zeigen. Die Faszination für Italien prägte auch viele Komponisten nördlich der Alpen, das spiegelt sich hier in der Musik von Frescobaldis Schüler Froberger, Carissimis Studenten Kerll und Georg Muffat, der sich bei Pasquini weiterbildete.
ITALIA! wurde im November 2010 vom Bayrischen Rundfunk auf zwei historischen Instrumenten, dem Veronensis von 1564 und dem Giusti von 1681, im Germanischen Nationalmuseum aufgenommen, die Cd erschien im Mai 2013 beim Label fra bernardo.

Mehr Informationen zum detaillierten Programm finden Sie unter dem Button “CD ITALIA!”.

György Ligeti (1923 – 2006) ließ sich von den frühbarocken Formen zu seinen Stücken für Cembalo inspirieren, seine Passacaglia ungherese (1978), Hungarian Rock (1978, eine Art Chaconne mit einer ostinaten Begleitung in der linken Hand) oder Continuum (1968), das an eine Toccata im Stile von Kapspergers “Arpeggiata” erinnert, können diesem Programm als Kontrapunkte hinzugefügt werden.

Mythos

Musen, Götter und Grazien bevölkern die Musik des französischen Barock und erstehen bildhaft vor den Augen der Zuhörer – barocke Programmmusik.

François Couperin (1668 – 1733)
Les Silvains
l`Atalante

Jean-Philippe Rameau (1683 – 1764)
Entretien des Muses
Jaques Duphly (1715 – 1789)

Medèe
Les Graces
J.-P. Rameau

Les Cyclopes

F. Couperin
La Zénobie
Pancrace Royer (1705 – 1755)
La Marche des Scythes

Jean-Henry d `Anglebert (1629 – 1691) / Jean-Baptiste Lully ( 1632 – 1687)
Les Songes agreables d`Atys
Passacaille d`Armide

F. Couperin
Les Ombres Errantes
Antoine Forqueray (1672 – 1745) / Jean-Baptiste Forqueray (1699 – 1782)
Jupiter

Auch neue Kompositionen für Cembalo sind von mythologischen Figuren inspiriert. Mit den unten stehenden Stücken kombiniert wird dieses Programm zu einem besonders farbenreichen Figurentheater der Mythologie in Barock und Moderne.

Louis Andriessen (*1939)
Ouverture to Orpheus (1982)

Jasna Velickovic (*1974)
Sizif´s song (2002)

Fernando Rincon Estrada (*1973)
Antipodas (2003, uraufgeführt von Anne Marie Dragosits)

Heinz W. Fallmann (*1974)
Etude aus dem Orkus (2002, uraufgeführt von Anne Marie Dragosits)