Programme
Italienische Musik hat Musiker und Komponisten aus ganz Europa über die Jahrhunderte fasziniert. Dieses Programm widmet sich der Musik des siebzehnten Jahrhunderts, einer stilistisch besonders reichen Epoche. Der Stilwandel von Polyphonie zum „stile nuovo“ schuf eine Spannung zwischen radikal modernen und konservativen Komponisten und führte zu einer immensen Vielfalt in der Literatur der Zeit.
Im Programm ITALIA! wird versucht, diese Vielfalt anhand der Werke von Komponisten wie Frescobaldi, Radino, Picchi, Michelangelo Rossi, Storace und Pasquini zu zeigen. Die Faszination für Italien prägte auch viele Komponisten nördlich der Alpen, das spiegelt sich hier in der Musik von Frescobaldis Schüler Froberger, Carissimis Studenten Kerll und Georg Muffat, der sich bei Pasquini weiterbildete.
ITALIA! wurde im November 2010 auf dem Giusti von 1681 im Germanischen Nationalmuseum aufgenommen, die Koproduktion von ORF und BR soll 2011 erscheinen.
Michelangelo Rossi (ca.1601 – ca.1670)
Settima Toccata
Giovanni Maria Radino (ca.1550 – ca.1607)
Gagliarda seconda
Girolamo Frescobaldi (1583 – 1643)
Partite sopra Passacagli
Giovanni Picchi (ca.1572 – 1643)
la Todesca
Passamezzo
Johann Jakob Froberger (1616 – 1667)
Partita II
Allemanda
Courant
Sarabanda
Gigue
Giovanni Maria Radino
Gagliarda prima
Bernardo Storace (ca.1637 – ca.1707)
Ciacona
Johann Kaspar Kerll (1627 – 1693)
Toccata prima
Canzona prima
Anonymus
Preludio Arpeggio
Bernardo Pasquini (1637 – 1710)
Partite sopra Follia
Giovanni Girolamo Kapsperger (ca.1580 – 1651)
Giunto il sole in Occidente
J.J.Froberger
Toccata
Georg Muffat (1653 – 1704)
Passacaglia
György Ligeti (1923 – 2006) ließ sich von den frühbarocken Formen zu seinen Stücken für Cembalo inspirieren, seine Passacaglia ungherese (1978), Hungarian Rock (1978, eine Art Chaconne mit einer ostinaten Begleitung in der linken Hand) oder Continuum (1968), das an eine Toccata im Stile von Kapspergers “Arpeggiata” erinnert, können diesem Programm als Kontrapunkte hinzugefügt werden.
Mythos
Musen, Götter und Grazien bevölkern die Musik des französischen Barock und erstehen bildhaft vor den Augen der Zuhörer – barocke Programmmusik.
François Couperin (1668 – 1733)
Les Silvains
l`Atalante
Jean-Philippe Rameau (1683 – 1764)
Entretien des Muses
Jaques Duphly (1715 – 1789)
Medèe
Les Graces
J.-P. Rameau
Les Cyclopes
F. Couperin
La Zénobie
Pancrace Royer (1705 – 1755)
La Marche des Scythes
Jean-Henry d `Anglebert (1629 – 1691) / Jean-Baptiste Lully ( 1632 – 1687)
Les Songes agreables d`Atys
Passacaille d`Armide
F. Couperin
Les Ombres Errantes
Antoine Forqueray (1672 – 1745) / Jean-Baptiste Forqueray (1699 – 1782)
Jupiter
Auch neue Kompositionen für Cembalo sind von mythologischen Figuren inspiriert. Mit den unten stehenden Stücken kombiniert wird dieses Programm zu einem besonders farbenreichen Figurentheater der Mythologie in Barock und Moderne.
Louis Andriessen (*1939)
Ouverture to Orpheus (1982)
Jasna Velickovic (*1974)
Sizif´s song (2002)
Fernando Rincon Estrada (*1973)
Antipodas (2003, uraufgeführt von Anne Marie Dragosits)
Heinz W. Fallmann (*1974)
Etude aus dem Orkus (2002, uraufgeführt von Anne Marie Dragosits)
Johann Sebastian Bach
Goldberg – Variationen
“Clavierübung bestehend in einer Aria mit verschiedenen Veraenderungen
vors Clavicimbal mit 2 Manualen. Denen Liebhabern zur Gemüthsergetzung verfertiget von Johann Sebastian Bach”
Das Wohltemperirte Clavier
Band 1 und 2


